HB-Brantner baut in Laa an der Thaya seit 1948 Anhänger und Kipper und investiert laufend in Laser und Beschichtung. In der Zusammenarbeit mit HB-Brantner haben wir Fachkräfte für die Fertigung gesucht und acht Stellen besetzt, darunter vier Industrieschweißer. Die Story zeigt, wie wir im Grenzraum des Weinviertels vorgegangen sind, wo das Einzugsgebiet klein ist und viele Fachkräfte Richtung Wien pendeln.
Moderne Anlagen brauchen Menschen, die sie bedienen
Die Hans Brantner & Sohn Fahrzeugbaugesellschaft begann 1948 mit luftbereiften Traktoranhängern, 1954 folgten mechanische, 1958 hydraulische Kipper. Heute fertigt der Familienbetrieb Dreiseitenkipper, Plattformwagen, Muldenkipper, Abschiebewagen und Streutechnik für Landwirtschaft, Kommunen und Bau, exportiert seit 1993 und ist nach eigenen Angaben Marktführer in Österreich.
Jeder Kipper entsteht aus Stahl, der geschnitten, gekantet, geschweißt, beschichtet und montiert wird. Mit Laserschneidzentren, einem 3D-Rohrlaser und einer modernisierten KTL- und Pulverbeschichtung steigt der Anspruch an die Teams. Laa liegt direkt an der tschechischen Grenze, weit weg von Ballungsräumen. Wer hier nur Inserate schaltet, erreicht die wenigen, die gerade aktiv suchen.
Die Kernberufe des Kipperbaus stehen auf der Mangelberufsliste
Die Fachkräfteverordnung 2026 führt bundesweit Schweißer, Schlosser, Bau-, Blech- und Konstruktionsschlosser, Lackierer, Landmaschinenbauer und Techniker für Maschinenbau als Mangelberufe. Das ist fast die komplette Belegschaft einer Kipperfertigung.
Laut Fachkräfte-Radar der WKO spüren in der Herstellung von Waren 58 Prozent und im Handwerk 62 Prozent der Betriebe einen Fachkräftemangel. 48 Prozent der befragten Betriebe sagen, dass fehlendes Personal Innovation und Entwicklung bremst. Im Grenzraum wird es noch enger. Im Norden liegt die Staatsgrenze, im Süden zieht Wien mit vielen Arbeitgebern. Wer schweißen kann, arbeitet meist schon in einem Metallbetrieb der Gegend oder pendelt.
Was wir für HB-Brantner umgesetzt haben
Wir haben für HB-Brantner mehrere Kampagnen für die Fertigung aufgesetzt und geschaltet, unter anderem für die Endmontage und für einen Anlagentechniker. Weil Laa an der Grenze liegt, haben wir die Endmontage zusätzlich in einer eigenen Kampagne auf Tschechisch beworben. Angesprochen haben wir Metallfachkräfte im Weinviertel und im Grenzraum, die täglich Richtung Wien pendeln oder in einem anderen Betrieb der Gegend arbeiten. Erreicht haben wir sie über mehr als 30 Kanäle.
Die Botschaft haben wir gemeinsam mit HB-Brantner auf zwei Gruppen zugeschnitten. Jüngeren Fachkräften haben wir die Technik gezeigt, also Laser, Rohrlaser und automatisierte Beschichtung. Erfahrenen Leuten haben wir den Familienbetrieb gezeigt, der seit 1948 Anhänger baut und exportiert. Wer sich beworben hat, wurde von unserem Team angerufen. In den Telefonaten ging es um die Werkstatt: an welchen Maschinen jemand gearbeitet hat, welche Schweißverfahren sitzen und ob Laser, Kanten oder Beschichtung neu oder vertraut sind.
- AdVentory hat Metallfachkräfte im Weinviertel und im Grenzraum erreicht, die gerade nicht gesucht haben.
- Kurzbewerbung hat die Bewerbung in wenigen Klicks möglich gemacht, ohne Anschreiben, für Leute aus der Werkstatt.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Maschinen, Schweißverfahren, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit geklärt.
- AdVentory OS hat HB-Brantner jede Bewerbung mit Lebenslauf und den Stand der Besetzung gezeigt, für mehrere Stellen gleichzeitig.
Acht Stellen besetzt, vier davon Industrieschweißer
Aus der Zusammenarbeit sind acht Einstellungen entstanden. HB-Brantner hat vier Industrieschweißer, einen Zerspanungstechniker, einen Industrielackierer und Pulverbeschichter, einen Logistiker und einen Mitarbeiter für die Endmontage eingestellt. Damit sind Positionen entlang der gesamten Fertigung besetzt, vom Schweißen über die Beschichtung bis zur Montage.
Die Verantwortlichen in Laa haben dabei vorqualifizierte Kandidaten mit Lebenslauf und geklärter Verfügbarkeit von uns bekommen. Die Gespräche im Betrieb konnten sich um Handwerk, Team und Perspektive drehen. Für einen Betrieb, der in neue Anlagen investiert, zählen diese acht Menschen direkt: Ein Laser bringt erst etwas, wenn ihn jemand bedient.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Pendler mit dem Arbeitsweg ansprechen
Wer täglich in die Stadt fährt, rechnet in Stunden. Zeigen Sie, wie viel Zeit ein Arbeitsplatz in der Nähe zurückgibt. Für viele Fachkräfte ist das ein starkes Argument.
Die Maschinen zeigen
Moderne Anlagen sind ein Argument für Bewerber. Ein Foto vom Laser oder von der Beschichtungsanlage sagt jungen Fachkräften mehr als eine Beschreibung.
Lernbereitschaft höher gewichten als Vorerfahrung
An neuen Anlagen hat kaum jemand Erfahrung. Wer sauber schweißt und sich einarbeiten will, ist für Sie oft die bessere Wahl als der perfekte Lebenslauf.



