Das Haus der Schlösser in Linz und Wels plant Schließanlagen, Zutrittskontrollen, Alarmanlagen, Videoüberwachung, Sicherheitstüren, Tresore und Zutrittssysteme für Hotels. In der Zusammenarbeit haben wir die Suche nach Fachkräften für das Unternehmen in unserem System aufgesetzt. Die Story zeigt, wie wir vorgegangen sind, wenn es für ein Fach keinen einzelnen Lehrberuf gibt.
Sicherheitstechnik ist Mechanik und Elektronik in einem Betrieb
Schlüssel nachmachen ist nur der sichtbare Teil. Über 60 Mitarbeiter aus elf Herkunftsländern arbeiten an den Standorten Stockhofstraße und Landstraße in Linz sowie in Wels. Es gibt eigene Abteilungen für Werkstatt, Mechanik und Elektronik. Das staatlich ausgezeichnete Unternehmen bildet Lehrlinge aus und fördert Frauen in Technik und Führung.
Gebraucht werden Schließtechniker, Elektroniker, Monteure und Fachverkäufer. Einen fertigen Sicherheitstechniker gibt der Arbeitsmarkt kaum her. Gefragt sind Metalltechniker und Elektriker mit Lust auf ein vertrauenssensibles Fach.
Den fertigen Sicherheitstechniker gibt es selten
Wie eng der Arbeitsmarkt ist, zeigt die bundesweite Mangelberufsliste 2026 mit 64 Berufen. Auf die Liste kommt ein Beruf, wenn pro offener Stelle, die beim AMS gemeldet ist, weniger als 1,5 Arbeitsuchende vorhanden sind. Für die Sicherheitstechnik kommt dazu, dass die Suche in Nachbarberufen beginnen muss, also dort, wo andere Betriebe ebenfalls suchen.
Im WKO Fachkräfte-Radar geben über drei Viertel der mehr als 2.100 befragten Betriebe an, den Fachkräftemangel zu spüren. 56 Prozent trifft er stark oder sehr stark, und 56 Prozent verlieren Umsatz, weil Leute fehlen. Im Raum Linz und Wels werben viele Arbeitgeber um Metalltechniker und Elektriker. Ein Fachbetrieb muss erklären, warum sich der Umstieg lohnt.
So haben wir Handwerker aus Nachbarberufen angesprochen
Gemeinsam mit dem Haus der Schlösser haben wir zuerst geklärt, wer für die drei Abteilungen in Frage kommt. Unsere Suche setzt bei Metalltechnikern und Elektrikern an, die sich in ein neues Fach einarbeiten wollen. Als Argumente haben wir verwendet, was das Unternehmen auszeichnet: eigene Abteilungen für Werkstatt, Mechanik und Elektronik, ein Team aus elf Herkunftsländern und die staatliche Auszeichnung.
Auf dieser Grundlage haben wir unser System eingerichtet. Es wendet sich an Fachkräfte mit Metall-, Elektro- und Sicherheitstechnikhintergrund im Umkreis von Linz und Wels und erreicht über mehr als 30 Kanäle, die Karriereseite und Empfehlungen auch Menschen ohne Wechselabsicht. Gemeinsam mit dem Haus der Schlösser haben wir die Punkte gesammelt, die unser Team in der telefonischen Vorqualifizierung abfragt.
- Suchprofil: Wir haben mit dem Unternehmen festgelegt, aus welchen Nachbarberufen Schließtechniker, Elektroniker und Monteure kommen können.
- AdVentory haben wir auf Metall-, Elektro- und Sicherheitstechnikhintergrund im Umkreis von Linz und Wels eingestellt, gestützt auf 850.000 Profile im DACH-Raum.
- Botschaft: Wir haben den Umstieg in ein vertrauenssensibles Fach und die drei Abteilungen als Einstiegsmöglichkeiten beschrieben.
- Vorqualifizierung am Telefon durch unser Team wurde so angelegt, dass Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung vor dem ersten Gespräch feststehen.
- AdVentory OS haben wir für das Haus der Schlösser eingerichtet, damit offene Stellen und Bewerbungen an einem Ort liegen.
Über 60 Mitarbeiter, drei Abteilungen: Die Suche ist aufgesetzt
Für das Haus der Schlösser steht damit ein Ablauf, der zur Struktur des Unternehmens passt. Die Leiter von Werkstatt, Mechanik und Elektronik sollen nur mit Kandidaten sprechen, deren Eckdaten feststehen. Unser Team holt dafür den Lebenslauf vorab ein und hält das Telefonat in einer Gesprächsnotiz fest.
In AdVentory OS sieht das Haus der Schlösser offene Stellen, Bewerbungen und nächste Schritte an einem Ort. Kommt eine neue Stelle dazu, müssen wir nicht von vorn beginnen: Botschaft, Zielgruppe und Ablauf sind aus unserer gemeinsamen Arbeit bereits vorhanden.
Was andere Betriebe daraus lernen können
In Nachbarberufen suchen
Wenn es Ihren Beruf als Lehre kaum gibt, definieren Sie, welche Ausbildungen als Grundlage reichen. So wird aus einer leeren Suche eine mit vielen möglichen Kandidaten.
Einarbeitung zusagen
Wer das Fach wechselt, will wissen, wie er hineinfindet. Beschreiben Sie, wer im Betrieb das Wissen weitergibt.
Vielfalt zeigen
Ein Team aus vielen Herkunftsländern und Frauen in der Technik sind Signale an Bewerber. Sprechen Sie darüber, wenn es bei Ihnen gelebt wird.



