Grillnberger & Reischl ist ein Meisterbetrieb für Dachdeckerei und Spenglerei in Enns. Martin Grillnberger und Richard Reischl waren selbst Dachdecker, bevor sie 2004 gemeinsam gründeten. Wir haben mit dem Betrieb eine Employer-Branding-Kampagne umgesetzt und ihn im Zentralraum als Arbeitgeber sichtbar gemacht. Die Story beschreibt Umsetzung und Ergebnis.
Vom Einfamilienhaus bis zur Firmenzentrale
Der Betrieb an der Ennslände deckt Flachdach, Steildach und Fassade ab, dazu Reparatur, Sanierung und Wartung. Laut Website arbeiten 20 Mitarbeiter am Standort Enns.
Betriebe wie dieser brauchen Dachdecker, Spengler, Vorarbeiter und Lehrlinge. Der Zentralraum zwischen Linz und Steyr ist dafür ein harter Boden. Die Industrie in der Nähe bietet Arbeit in der Halle, mit Schichtzulage und ohne Regen.
Zwischen Linz und Steyr konkurriert das Dach mit der Halle
Im WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben geben über drei Viertel an, den Fachkräftemangel zu spüren, 56 Prozent stark oder sehr stark. Ebenfalls 56 Prozent melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt.
64 Berufe stehen 2026 auf der bundesweiten Mangelberufsliste. Die Schwelle dafür ist klar definiert: Auf eine offene Stelle, die beim AMS gemeldet ist, kommen weniger als 1,5 Arbeitsuchende. Ein Dachdeckerbetrieb steht damit doppelt im Wettbewerb: mit anderen Handwerksbetrieben und mit der Industrie, die wettergeschützte Arbeitsplätze anbietet.
Was wir für Grillnberger & Reischl umgesetzt haben
In der Zusammenarbeit mit Grillnberger & Reischl haben wir zuerst geklärt, was der Betrieb als Arbeitgeber zu bieten hat und wen er ansprechen will. Daraus haben wir eine Employer-Branding-Kampagne gebaut und ausgespielt, die Dachdecker und Spengler dort erreicht, wo sie ihre Zeit verbringen, und nicht erst auf einem Jobportal. Bei Grillnberger & Reischl war das stärkste Argument, dass beide Chefs den Beruf selbst gelernt haben und wissen, was er verlangt: Höhe, Wetter, genaue Arbeit.
Wer sich angesprochen fühlte, konnte sich über unsere Kurzbewerbung in wenigen Klicks melden, ohne Anschreiben. Unser Team hat die Bewerbungen in AdVentory OS gebündelt und am Telefon nachgefragt: Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit. So hatte Grillnberger & Reischl jederzeit im Blick, wer sich gemeldet hat und wie der Stand ist.
- Arbeitgeberauftritt: Wir haben mit Grillnberger & Reischl herausgearbeitet, was den Betrieb als Arbeitgeber ausmacht, und daraus die Botschaften der Kampagne gemacht.
- AdVentory: Unser System hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Dachdeckern, Spenglern und verwandten Bauberufen durchsucht, im Umkreis von Enns.
- Ausspielung über mehr als 30 Kanäle: Die Kampagne lief dort, wo Fachkräfte in fester Anstellung erreichbar sind.
- Kurzbewerbung: Wir haben den Einstieg auf wenige Klicks ohne Anschreiben verkürzt.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat mit Bewerbern Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit geklärt.
- AdVentory OS: Grillnberger & Reischl hat alle Eingänge und nächsten Schritte an einem Ort gesehen.
Vorqualifizierte Kandidaten: Grillnberger & Reischl ist als Arbeitgeber sichtbar
Über die Kampagne kam jede Bewerbung mit Lebenslauf zu uns ins System. Jede davon war für Grillnberger & Reischl in AdVentory OS einsehbar, samt Stand und nächstem Schritt. Unser Team hat die Bewerber angerufen und die wichtigsten Punkte vorab geklärt.
Die Kampagne ist inzwischen abgeschlossen. Geblieben ist ein Arbeitgeberauftritt, den wir gemeinsam erarbeitet haben und auf dem Grillnberger & Reischl bei der nächsten offenen Stelle aufbauen kann.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Chefs vom Fach sind ein Argument
Wenn die Geschäftsführung selbst am Dach gestanden ist, sagen Sie es. Handwerker arbeiten lieber für jemanden, der ihre Arbeit kennt.
Stellen Sie sich dem Vergleich mit der Industrie
Regen und Höhe können Sie nicht wegreden. Sie können aber zeigen, was die Halle nicht bietet: sichtbare Ergebnisse, kleine Teams, keine Nachtschicht.
Fragen Sie das Wesentliche früh ab
Ausbildung, Führerschein und Wohnort entscheiden am Dach über die Einsetzbarkeit. Klären Sie das im ersten Telefonat, nicht im dritten Gespräch.



