Tobaj liegt bei Güssing, tief im Südburgenland. Von dort aus arbeitet die FliesenWelt mit rund 60 Beschäftigten, im Privatbad genauso wie auf der Großbaustelle. Für den Meisterbetrieb haben wir eine Kampagne für Fliesenleger aufgesetzt, die seit 26. August 2026 läuft. Diese Story zeigt, wie wir in der Zusammenarbeit eine dünn besiedelte Region bearbeitet haben und was bisher daraus entstanden ist.
Ein Meisterbetrieb, der vom Ausgleichen bis zur letzten Fuge alles selbst macht
Die FliesenWelt übernimmt Ausgleichs- und Begradigungsarbeiten, Feuchtigkeitsabdichtung, Verlegung und Verfugung. Mosaik und Schwimmbadbau zählen zu den Spezialgebieten. Der Betrieb ist Mitglied im Österreichischen Fliesenverband.
Wer so viele Baustellen gleichzeitig bedient, braucht laufend Fliesenleger, Vorarbeiter und Helfer mit Erfahrung. Im Bezirk Güssing leben wenige Menschen, und viele Handwerker pendeln Richtung Wien oder in die Steiermark. Die Region gibt so viele Fliesenleger nicht von selbst her.
Wenig Arbeitsuchende, viele offene Stellen
Ein Beruf gilt als Mangelberuf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. 2026 trifft das bundesweit auf 64 Berufe zu. In einem Bezirk mit wenigen Einwohnern ist der Kreis möglicher Bewerber von vornherein klein.
Das WKO Fachkräfte-Radar hat über 2.100 Betriebe befragt. Mehr als drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Bei 56 Prozent geht dadurch Umsatz verloren. Für einen Verlegebetrieb heißt das, dass Baustellen warten müssen.
Wir haben weiter gesucht als das eigene Einzugsgebiet
Mit der FliesenWelt haben wir zuerst die Zielgruppe geschärft. Neben Fliesenlegern aus der Umgebung sprechen wir gezielt Pendler an, die lieber wieder in der Nähe ihres Wohnorts arbeiten würden. Unsere Anzeige erzählt von kurzen Wegen und davon, dass im Betrieb vom Mosaik bis zum Schwimmbad alles vorkommt.
Am 26. August 2026 haben wir die Kampagne gestartet. Unser System sucht Fliesenleger und Bauhandwerker im Umkreis von Tobaj, die Bewerbung funktioniert ohne Anschreiben. Im Telefonat fragt unser Team nach Erfahrung mit Abdichtung, Mosaik oder Poolbau. So ist vor dem ersten Treffen klar, ob Anfahrt und Einsatzgebiet passen.
- Kampagne Fliesenleger: Wir haben sie am 26. August 2026 gestartet, sie läuft weiter.
- Ansprache von Pendlern: Unsere Anzeigen richten sich auch an Handwerker, die derzeit auspendeln.
- AdVentory: Unser System hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Fliesenlegern und Bauhandwerkern durchsucht.
- Telefonische Vorqualifizierung: Wir haben Erfahrung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit abgefragt.
- AdVentory OS: Die Bauleitung sieht dort jede Bewerbung mit Gesprächsnotiz.
Kampagne läuft, jeder Kandidat vorqualifiziert
Jede Bewerbung kommt mit Lebenslauf in unser System. In einem Bezirk wie Güssing ist jede davon ein Kontakt, den ein Aushang oder ein Inserat nicht gebracht hätte. Der Lebenslauf wurde jeweils vorab eingeholt und mit Notiz aus dem Gespräch übergeben.
Die Stelle ist in Besetzung. Wir lassen die Kampagne geschaltet und erweitern den Kreis laufend um Handwerker, die den Weg nach Tobaj kennen. Die Bauleitung plant mit Menschen, bei denen die Rahmendaten schon geklärt sind. Kommt eine neue Bewerbung dazu, telefonieren wir zuerst und ergänzen die Angaben im AdVentory OS. Der Betrieb entscheidet dann anhand vollständiger Informationen, wen er zum Gespräch nach Tobaj einlädt.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Pendler als Zielgruppe sehen
Viele Handwerker fahren täglich weit und würden gern in der Nähe arbeiten. Sprechen Sie genau diese Gruppe an und nennen Sie die gewonnene Zeit.
Spezialgebiete herausstellen
Mosaik, Abdichtung oder Poolbau sind für gute Leute ein Grund zu wechseln. Zeigen Sie, welche Arbeiten bei Ihnen über das Übliche hinausgehen.
Anfahrt vor dem Treffen klären
In ländlichen Regionen scheitert vieles am Weg. Fragen Sie Wohnort und Mobilität am Telefon ab, bevor Sie jemanden einladen.



