Elektrotechnik Spannlang aus Wiesing in Zell an der Pram verkabelt Wohnhäuser, Bauernhöfe, Gewerbebetriebe und Gemeindebauten im Bezirk Schärding. In der Zusammenarbeit haben wir den Betrieb als Arbeitgeber sichtbar gemacht und eine Recruiting-Kampagne für Elektrotechniker umgesetzt. Die Story zeigt, wie wir einen Handwerksbetrieb zwischen Industrie und bayerischer Grenze positioniert haben.
Seit 2013 wächst das Leistungsspektrum mit jeder Technik
Sauber, schnell, zuverlässig: So beschreibt Spannlang die eigene Arbeit. Zum Angebot gehören Elektroinstallation und Reparatur, Blitzschutz, Datenverkabelung, Gebäudeautomation, Alarmanlagen, Photovoltaik, Lichttechnik, Notstrom und Antennenanlagen. Geplant wird mit CAD, geprüft mit zertifizierten Messgeräten. Die Mitarbeiter werden laufend geschult.
Ein Betrieb mit diesem Spektrum braucht Elektrotechniker, die selbstständig arbeiten und sich in neue Systeme einarbeiten. Im Innviertel konkurriert das Handwerk dabei mit großen Industriebetrieben und mit Arbeitgebern jenseits der bayerischen Grenze.
Der Markt: Handwerk konkurriert mit Industrie und Bayern
Für 2026 weist die bundesweite Mangelberufsliste 64 Berufe aus. Ein Beruf zählt dazu, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Im Grenzraum wird der Wettbewerb um diese wenigen Suchenden zusätzlich von Arbeitgebern im Nachbarland geführt.
Wie verbreitet das Problem ist, zeigt der WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben: Mehr als drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. 56 Prozent verlieren Umsatz, weil Leute fehlen. Für einen Elektrobetrieb im ländlichen Raum zählt deshalb, überhaupt als Alternative zur Industrie wahrgenommen zu werden.
Was wir für Spannlang umgesetzt haben
Wir haben gemeinsam mit Spannlang das Argument gesucht, das die Industrie nicht bieten kann, und es in der Vielfalt gefunden. Stall, Gemeindeamt, Tischlerei: Ein Elektriker hat hier jeden Tag ein anderes Fach vor sich. Diese Abwechslung und die laufenden Schulungen haben wir in den Mittelpunkt der Kampagne gestellt.
Geschaltet haben wir sie zwischen Pram und Inn, im Umkreis von Zell an der Pram. Unser System hat auch Elektriker angesprochen, die nicht aktiv suchen. Wir haben die Bewerbung kurz gehalten und Rückmeldungen telefonisch geprüft. Die Kampagne ist abgeschlossen.
- Botschaft: Wir haben die Vielfalt der Baustellen als Gegenentwurf zur Schichtarbeit in der Industrie formuliert.
- AdVentureKI hat die Suche vorab mit über 100 Datenpunkten geprüft und gerechnet, wie wahrscheinlich eine Besetzung im Bezirk Schärding ist.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Elektrotechnikern im Umkreis von Zell an der Pram durchsucht.
- Kurzbewerbung: Wir haben auf ein Anschreiben verzichtet, wenige Klicks haben gereicht.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Fachbereiche, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt.
Die Kampagne für Spannlang ist umgesetzt
Wir haben die Kampagne für Elektrotechnik Spannlang aufgesetzt, geschaltet und abgeschlossen. Der Betrieb war damit bei Elektrikern im Bezirk Schärding als Arbeitgeber zu sehen, neben den großen Namen der Region.
Entstanden ist eine Botschaft, die erklärt, warum Handwerk für einen Elektriker spannender sein kann als ein Platz in der Instandhaltung. Sie steht Spannlang für die nächste Suche zur Verfügung.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Abwechslung gegen Schicht stellen
Industriebetriebe zahlen oft gut, bieten aber wenig Wechsel. Beschreiben Sie eine typische Woche bei Ihnen mit drei verschiedenen Baustellen. Das spricht jene an, die Routine satt haben.
Neue Technik herausstellen
Gebäudeautomation und Photovoltaik sind für viele Elektriker ein Grund, sich weiterzuentwickeln. Wenn Sie darin schulen, sagen Sie es deutlich.
Den Grenzraum mitdenken
Nahe der Grenze vergleichen Bewerber auch mit Angeboten von drüben. Nennen Sie Vorteile, die bleiben: kurzer Arbeitsweg und ein Team, das man kennt.



