EAE Stöckl baut von Innsbruck aus Elektro- und Schaltanlagen für sehr unterschiedliche Projekte. In der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen haben wir eine Stelle im Einkauf besetzt. Die Story zeigt, warum ein kaufmännisches Profil in einem technischen Betrieb schwer zu finden ist, wie wir bei der Suche vorgegangen sind und was andere Betriebe mit ähnlichen Stellen daraus mitnehmen können.
Ein Anlagenbauer, dessen Einkauf Technik verstehen muss
Die EAE Stöckl Elektroanlagen-Elektrifizierungsgesellschaft m.b.H. sitzt am Griesauweg in Innsbruck und wurde 1952 gegründet. Das Unternehmen macht Elektroinstallationen und Anlagenbau, Verteiler- und Schaltanlagenbau, SPS- und Prozesstechnik, Umwelt- und Tunneltechnik, Photovoltaik und Gebäudetechnik. Laut top.tirol arbeiten dort 135 Beschäftigte (Stand 2025).
Der Einkauf beschafft Material für all diese Bereiche. Wer dort arbeitet, braucht kaufmännisches Können und zugleich ein Verständnis für elektrotechnische Produkte, denn ein Schaltschrank für eine Tunnelanlage verlangt andere Komponenten als eine Photovoltaikanlage. Einkäufer mit diesem Branchenwissen sind am Arbeitsmarkt selten frei. Als EAE Stöckl zu uns kam, war genau diese Stelle offen.
Der Markt: Die meisten Betriebe suchen, wenige finden
Im Fachkräfte-Radar der WKO wurden über 2.100 Betriebe befragt. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Ebenfalls 56 Prozent melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 führt 64 Berufe. Als Mangelberuf gilt ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen.
Für eine Stelle im Einkauf eines Elektrounternehmens heißt das: Die Zahl der Menschen, die sowohl verhandeln als auch ein technisches Datenblatt lesen können, ist klein, und die meisten von ihnen sitzen bereits bei einem Mitbewerber oder im Großhandel. Ein Inserat allein erreicht sie nicht, weil sie keine Stellenportale durchsehen.
Was wir für EAE Stöckl umgesetzt haben
Wir haben die Stelle im Einkauf zuerst geprüft und dann als eigene Kampagne aufgesetzt und geschaltet. Unser System hat im Umkreis von Innsbruck nach Menschen mit Erfahrung im Einkauf gesucht, möglichst mit technischem Bezug. Angesprochen haben wir auch Fachkräfte, die gerade nicht aktiv auf Jobsuche waren, über mehr als 30 Kanäle, die Karriereseite und Empfehlungen.
Jede Bewerbung kam mit Lebenslauf in unser System. Unser Team hat die Kandidaten angerufen und geklärt, wie viel Einkaufserfahrung vorhanden ist, ob der Wohnort zu Innsbruck passt, ab wann jemand verfügbar wäre und welches Gehalt erwartet wird. EAE Stöckl hat den Lebenslauf vorab bekommen, zusammen mit unserer Gesprächsnotiz, und musste nur noch mit jenen sprechen, bei denen diese Punkte geklärt waren.
- AdVentureKI hat die Stelle im Einkauf vor dem Start mit über 100 Datenpunkten geprüft und gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell sie zu besetzen ist.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Einkaufserfahrung mit technischem Bezug durchsucht und die Stelle im Raum Innsbruck ausgespielt.
- Kurzbewerbung in wenigen Klicks und ohne Anschreiben hat es Berufstätigen leicht gemacht, sich unverbindlich zu melden.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung vor dem ersten Gespräch geklärt.
- AdVentory OS hat EAE Stöckl alle Bewerbungen und die nächsten Schritte an einem Ort gezeigt.
Eine Stelle besetzt: Der Einkauf in Innsbruck ist wieder vollständig
Aus der Zusammenarbeit ist eine Einstellung entstanden. EAE Stöckl hat eine Person für den Einkauf eingestellt, die Stelle in Innsbruck ist besetzt. An das Unternehmen gingen nur jene weiter, bei denen Erfahrung, Wohnort und Gehaltsrahmen zusammenpassten.
Für die Verantwortlichen bei EAE Stöckl hat das vor allem Zeit gespart. Sie haben keine Stapel an Unterlagen durchgesehen, sondern wenige Gespräche mit vorbereiteten Kandidaten geführt und konnten rasch entscheiden.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Kaufmännische Stellen technisch beschreiben
Schreiben Sie in die Anzeige, welche Produkte und Projekte der Einkauf betreut. So melden sich Menschen, die mit der Materie etwas anfangen können, und Sie ersparen sich Gespräche mit fachfremden Bewerbern.
Auch Berufstätige ansprechen
Gute Einkäufer sind fast immer in Beschäftigung. Wenn Sie nur auf Bewerbungen warten, erreichen Sie den kleinsten Teil des Marktes. Sprechen Sie Menschen dort an, wo sie abends ohnehin sind.
Gehalt und Wohnort früh klären
Diese beiden Punkte entscheiden öfter über eine Zusage als der Lebenslauf. Klären Sie beides im ersten Telefonat, bevor Führungskräfte Zeit in ein Gespräch stecken.



