DACHI Stefan Hämmerle in Lustenau deckt, saniert und wartet Dächer und baut ökologische Stromdächer. Die Schweiz liegt wenige Minuten entfernt. Wir haben für den Meisterbetrieb die Arbeitgeberkampagne aufgesetzt und geschaltet und erzählen hier, womit wir gegen Schweizer Löhne argumentiert haben.
Im Rheintal entscheidet nicht nur der Lohn
Von Lustenau sind es wenige Minuten über den Rhein. Für einen Dachdeckermeister wie Stefan Hämmerle ist das Alltag und Herausforderung zugleich. DACHI übernimmt alles von der Planung bis zur Fertigstellung: Steildach, Flachdach, Dachfenster, Fassade, Flüssigkunststoff, Althaussanierung und Stromdächer mit Solarenergie.
Der Betrieb braucht Dachdecker, Spengler, Abdichter und Lehrlinge, die schwindelfrei und wetterfest sind. Viele Vorarlberger Handwerker arbeiten als Grenzgänger. Ein Lustenauer Betrieb muss deshalb mit dem überzeugen, was er selbst bietet. Dazu gehört laut DACHI ein Chef, der selbst Meister ist, und Werte wie Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit.
Wie knapp Fachkräfte in Österreich sind
Weniger als 1,5 Arbeitsuchende auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle: Ab dieser Schwelle gilt ein Beruf als Mangelberuf. Die bundesweite Liste für 2026 umfasst 64 Berufe.
Über 2.100 Betriebe hat die WKO für ihren Fachkräfte-Radar befragt. Mehr als drei Viertel spüren den Mangel, 56 Prozent stark oder sehr stark, und 56 Prozent verlieren dadurch Umsatz. Im Rheintal kommt die Grenze hinzu, wie die Ausgangslage von DACHI zeigt.
Womit wir für DACHI geworben haben
In der Zusammenarbeit mit Stefan Hämmerle haben wir drei Dinge in den Mittelpunkt gestellt: kurze Wege, einen Chef, der selbst Meister ist, und Werte wie Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit, die DACHI ausdrücklich nennt. Über den Lohn allein lässt sich an der Grenze nicht werben, das war uns von Beginn an klar. Also haben wir gezeigt, was ein Arbeitsplatz im eigenen Ort wert ist: kein Grenzübertritt am Morgen, ein Meister als direkter Ansprechpartner und ein Betrieb, in dem man sich kennt.
Wir haben die Suche bewusst in der Nähe gehalten. Unser System hat nach Dach, Spenglerei und Abdichtung in Wohnortnähe gesucht, und über mehr als 30 Kanäle haben wir Handwerker erreicht, die woanders angestellt sind. Wer sich meldet, wird nach unserem Ablauf zuerst angerufen. Die Breite der Arbeit vom Steildach bis zum Solardach haben wir als Chance beschrieben, viel zu lernen.
- Umkreis Lustenau: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Dach, Spenglerei und Abdichtung in Wohnortnähe durchsucht.
- Werte statt Lohnvergleich: Wir haben den Meisterbetrieb mit kurzen Wegen und klaren Werten gezeigt.
- Kurzbewerbung: Der erste Schritt dauert wenige Klicks und braucht kein Anschreiben.
- Vorqualifizierung: Unser Team bespricht Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung offen am Telefon.
Die Kampagne für DACHI ist umgesetzt, der Meister bleibt am Dach
Für DACHI haben wir die Arbeitgeberkampagne aufgesetzt und im Umkreis von Lustenau geschaltet. Der Betrieb ist damit als Arbeitgeber aufgetreten, der in der Region bleibt und für etwas steht. Die Kampagne hat das in wenigen Sätzen gesagt, ohne den Lohnvergleich mit der Schweiz zu suchen.
Den Ablauf haben wir für ein Einzelunternehmen gebaut. Der Lebenslauf wird vorab eingeholt und mit Gesprächsnotiz übergeben, AdVentory OS zeigt offene Stellen und Bewerbungen in einer Ansicht. Die Personalarbeit kostet den Meister so keine Tage am Schreibtisch. Wir haben in der Zusammenarbeit darauf geachtet, dass alles auch ohne Büropersonal funktioniert.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Nicht über den Lohn allein werben
Liegt ein Hochlohnland in der Nähe, verlieren Sie den Vergleich. Zeigen Sie, was der Grenzgang kostet: Fahrzeit, Unsicherheit, Abstand zum Team.
Den Chef zeigen
In kleinen Betrieben entscheidet die Person an der Spitze. Zeigen Sie sich selbst, mit Namen und in Arbeitskleidung.
Werte belegen
Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit behauptet jeder. Nennen Sie ein Beispiel aus Ihrem Alltag, das zeigt, was Sie damit meinen.



