Ein geplatztes Rohr wartet nicht bis Montag. BRAWAS Schadensanierung ist deshalb 24 Stunden an 365 Tagen erreichbar und übernimmt Schäden von der Ursachensuche bis zur Übergabe. In der Zusammenarbeit mit BRAWAS haben wir eine Recruiting-Kampagne aufgesetzt und im Raum Wien geschaltet. Jede Bewerbung kam dabei mit Lebenslauf in unser System. Die Story zeigt, wie wir für einen Beruf gesucht haben, den es als Lehre gar nicht gibt.
Ein Beruf ohne Lehrabschluss
BRAWAS arbeitet von Wien Liesing und Kottingbrunn aus. Zum Angebot gehören Wasserschadensanierung, Schimmelbeseitigung, Wiederaufbau nach Brand, Leckortung, Installationen und die Vermietung von Trocknungsgeräten. Der Schwerpunkt liegt auf Versicherungsschäden, mit über 15 Jahren Erfahrung.
Sanierungsbetriebe brauchen Sanierungstechniker, Installateure, Trocknungstechniker und Projektleiter. Den Beruf Schadensanierer gibt es als Lehre nicht. Gesucht sind Handwerker, die mehrere Gewerke können, mit Messtechnik umgehen und in einer fremden Wohnung ruhig bleiben. Dazu kommt die Bereitschaft für Einsätze in der Nacht und am Wochenende.
Handwerker sind in Wien und Umgebung gefragt
Mehr als drei Viertel der Betriebe spüren den Fachkräftemangel. Das ergibt der WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben. 56 Prozent nennen die Belastung stark oder sehr stark, 56 Prozent verzeichnen Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 enthält 64 Berufe, bei denen auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Ein Sanierungsbetrieb sucht quer durch mehrere Gewerke und tritt damit gleich gegen mehrere Branchen an.
So sind wir für BRAWAS vorgegangen
Weil es den Beruf als Ausbildung nicht gibt, haben wir die Suche breit angelegt. Gemeinsam mit BRAWAS haben wir festgelegt, welche Hintergründe passen: Installation, Bau und Sanierung. In der Kampagne haben wir offen gesagt, was die Arbeit ausmacht, also wechselnde Einsatzorte, mehrere Gewerke und Bereitschaftsdienst.
Wir haben die Kampagne im Umkreis von Wien geschaltet und Handwerker in Anstellung angesprochen. Unser Team hat jede Bewerbung telefonisch vorbereitet und dabei ausdrücklich nach der Bereitschaft für den Notdienst gefragt. Wer das nicht wollte, kam gar nicht erst ins Gespräch mit dem Betrieb. Die Kampagne ist inzwischen abgeschlossen.
- Breiter Hintergrund: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Installation, Bau und Sanierung im Umkreis von Wien durchsucht.
- Handwerker in Anstellung: Wir haben die Kampagne über mehr als 30 Kanäle gezeigt, auch Menschen ohne aktive Jobsuche.
- Kurzbewerbung: Der Einstieg kam ohne Anschreiben aus.
- Klärung am Telefon: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und die Verfügbarkeit für Bereitschaftsdienste abgefragt.
- AdVentory OS: BRAWAS hat die Bewerbungen für beide Standorte an einem Ort gesehen.
Vorqualifizierte Kandidaten für BRAWAS
Jede Bewerbung aus unserer Kampagne für BRAWAS Schadensanierung kam mit Lebenslauf. Alle liegen in unserem System, jede mit den Angaben aus dem Telefonat. Der Betrieb konnte daraus jene auswählen, die mehrere Gewerke mitbringen und den Notdienst mittragen.
Die breite Suche hat sich bewährt. Statt auf einen Berufstitel zu warten, den niemand im Lebenslauf stehen hat, haben wir Handwerker aus verwandten Gewerken erreicht. Die Einsätze bei BRAWAS bleiben damit planbar, auch nachts. Die Kriterien aus den Telefonaten kann der Betrieb für jede weitere Suche übernehmen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Nach Fähigkeiten suchen
Wenn es für Ihre Tätigkeit keinen Lehrberuf gibt, hilft kein Berufstitel in der Anzeige. Beschreiben Sie, was jemand können muss, und sprechen Sie mehrere Gewerke an.
Unangenehmes früh sagen
Bereitschaft, Nachtarbeit oder Schmutz gehören in die Anzeige und ins erste Telefonat. So melden sich weniger Leute, aber die richtigen.
Bewerbungen ordnen
Für die Auswahl braucht es feste Kriterien. Legen Sie vorab drei Punkte fest, die jemand erfüllen muss, und prüfen Sie zuerst nur diese.



