Das Hotel Brauhaus zu Murau steht am Raffaltplatz, gleich neben der Brauerei, und führt 50 Zimmer und ein Restaurant. Wir haben für das Haus die Arbeitgeberkampagne aufgesetzt und geschaltet. Die Story zeigt, wen wir in einem dünn besiedelten Bezirk angesprochen haben.
Ein Brauhaus lebt von Köchen und Kellnern, die bleiben
Am Raffaltplatz wird seit dem 15. Jahrhundert Bier gebraut. Im Hotel daneben gibt es Frühstück ab sieben, das Restaurant ist täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet, die Rezeption von früh bis abends besetzt. Dazu kommen Halbpension und Tiefgarage. Das Haus läuft an sieben Tagen.
Gebraucht werden Köche, Servicekräfte, Rezeptionisten und Mitarbeiter auf der Etage. Der Bezirk Murau ist dünn besiedelt, und viele Junge ziehen weg. Gleichzeitig werben Skigebiete in der Umgebung in der Saison mit Kost und Logis um dasselbe Personal. Ein Stadthotel, das an sieben Tagen offen hat, braucht aber Leute, die das ganze Jahr bleiben.
Fehlendes Personal kostet Umsatz
56 Prozent der Betriebe melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. Das ergibt der WKO Fachkräfte-Radar, für den über 2.100 Betriebe befragt wurden. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. In einem Hotel heißt das im Ernstfall: kürzere Küchenzeiten.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Ein Beruf gilt als Mangelberuf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Für Küche, Service und Rezeption trifft ein Haus in einem dünn besiedelten Bezirk damit auf einen Markt, in dem fast niemand von selbst anklopft.
Region und Rückkehrer: unsere Kampagne für das Brauhaus
Gemeinsam mit dem Hotel haben wir zwei Gruppen bestimmt. Die erste lebt im Bezirk und arbeitet in Küche, Service oder Hotellerie. Die zweite stammt aus der Gegend, arbeitet anderswo und würde gern an die Mur zurück. Für beide haben wir das ganzjährige Haus als Gegenstück zum Saisonbetrieb beschrieben. Wer genug hat vom Wechsel zwischen Sommer- und Wintersaison, findet hier eine Stelle ohne Unterbrechung.
Wir haben die Kampagne rund um Murau ausgespielt und über mehr als 30 Kanäle auch Fachkräfte erreicht, die nicht aktiv suchen. In der Zusammenarbeit haben wir festgelegt, dass unser Team am Telefon nach Abend- und Wochenenddiensten fragt, bevor die Hotelleitung ein Gespräch führt. Auch die Wohnsituation wird besprochen, denn im Bezirk Murau sind die Wege weit.
- Gastro-Profile im Umkreis: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Küche, Service und Hotellerie rund um Murau durchsucht.
- Rückkehrer: Wir haben Fachkräfte angesprochen, die anderswo arbeiten und in die Region zurückwollen.
- Ganzjahresbetrieb als Botschaft: Wir haben das Haus dem Saisonjob im Skigebiet gegenübergestellt.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team klärt Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit für Abend und Wochenende und Gehaltsvorstellung.
Kampagne für ein Haus mit 50 Zimmern umgesetzt
Die Arbeitgeberkampagne für das Hotel Brauhaus zu Murau haben wir aufgesetzt und in der Region geschaltet. Das Haus ist damit als Arbeitgeber aufgetreten, der das ganze Jahr Arbeit bietet und mitten im Ort liegt. Küche, Service, Rezeption und Etage haben wir dabei gemeinsam abgedeckt.
Der Ablauf stellt den Dienstplan auf festere Beine. Die Hotelleitung spricht mit Kandidaten, bei denen Dienstzeiten und Wohnsituation schon besprochen sind, und der Lebenslauf kommt mit Gesprächsnotiz. Unsere Vorarbeit lässt sich für jede einzelne Stelle wieder nutzen. So haben wir es in der Zusammenarbeit mit dem Hotel festgelegt.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Ganzjahresstelle betonen
Wer von Saison zu Saison lebt, sucht oft Beständigkeit. Sagen Sie deutlich, dass Ihr Haus durchgehend geöffnet hat.
Weggezogene ansprechen
Viele, die die Region verlassen haben, denken über die Rückkehr nach. Eine Anzeige, die das anspricht, trifft einen Nerv.
Dienstzeiten vorab klären
Abend und Wochenende gehören zur Gastronomie. Besprechen Sie das vor dem ersten Termin, nicht erst beim Probearbeiten.



