Birner beliefert Kfz-Werkstätten in ganz Österreich und braucht Menschen, die Fahrzeugtechnik verstehen. In der Zusammenarbeit mit Birner haben wir drei Stellen besetzt: einen Kfz-Mechaniker, einen Spengler und eine Bürokraft. Die Story zeigt, warum Handel und Werkstätten um dieselben knappen Fachleute werben, wie wir bei der Suche vorgegangen sind und was ein Betrieb mit vielen Standorten daraus mitnehmen kann.
Ein Großhändler, dessen Kundschaft das richtige Teil noch am selben Tag erwartet
Birner wurde 1931 gegründet und wird als Familienunternehmen in dritter Generation geführt. Laut Karriereseite arbeiten rund 500 Menschen an 29 Standorten, nach eigenen Angaben ist Birner der einzige Großhändler in Österreich mit Standorten in allen neun Bundesländern. Das Sortiment umfasst über 600.000 Artikel, vom Verschleißteil über Werkstatteinrichtung bis zu Hydraulik und Lagern.
Kundschaft sind vor allem Kfz-Werkstätten, die mehrmals täglich beliefert werden. Wer dort berät oder selbst am Fahrzeug arbeitet, muss aus Fahrzeugdaten rasch das richtige Teil finden, auch wenn mehrere Werkstätten gleichzeitig warten. Als Birner zu uns kam, waren ein Kfz-Mechaniker, ein Spengler und eine Bürokraft gesucht, also zwei technische Profile und eine Stelle, die den Betrieb im Hintergrund am Laufen hält.
Handel und Werkstätten werben um denselben kleinen Kreis an Fachleuten
Im Arbeitskräfteradar 2025 der WKO liegt Verkauf mit 107 Nennungen auf Platz zwei der meistgesuchten Berufe, Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer folgen mit 78 Nennungen. Insgesamt berichten 78 Prozent der befragten Betriebe von einem Mangel an geeignetem Personal.
Im Kfz-Bereich kommt das technische Wissen dazu. Kraftfahrzeugmechanikerinnen und Kraftfahrzeugmechaniker sowie Servicetechnikerinnen und Servicetechniker stehen auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026. Genau diese Leute brauchen auch die Werkstätten, die Birner beliefert. Laut OECD dürfte die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bis 2060 zudem um 23,7 Prozent schrumpfen. Wer hier Personal gewinnt, nimmt es fast immer einem anderen Betrieb weg und muss einen guten Grund für den Wechsel liefern.
Was wir für Birner umgesetzt haben
Wir haben für jede der drei Positionen eine eigene Kampagne aufgesetzt und geschaltet, statt alles in eine Sammelanzeige zu packen. Ein Mechaniker, ein Spengler und eine Bürokraft reagieren auf unterschiedliche Argumente. Bei den technischen Stellen haben wir das Familienunternehmen seit 1931 und die Breite des Sortiments in den Vordergrund gestellt. Die Suche lief im Umkreis des jeweiligen Standorts, damit der Arbeitsweg kurz bleibt.
Wer sich über die Kurzbewerbung gemeldet hat, wurde von unserem Team angerufen. Bei den technischen Profilen haben wir gezielt nach Fahrzeugkenntnis und Erfahrung gefragt, bei allen nach Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung. Birner hat danach nur mit Kandidaten gesprochen, bei denen diese Punkte geklärt waren. Jede Bewerbung kam mit Lebenslauf in unser System.
- AdVentureKI hat die Stellen vorab mit über 100 Datenpunkten geprüft und gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell sie zu besetzen sind.
- AdVentory hat die Stellen im Umkreis der Standorte ausgespielt und Fachkräfte erreicht, die gerade nicht aktiv suchten.
- Kurzbewerbung in wenigen Klicks und ohne Anschreiben hat die Hürde für Mechaniker und Spengler niedrig gehalten.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Fahrzeugkenntnis, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt.
- AdVentory OS hat für Birner jede Bewerbung und den Stand jeder Besetzung an einem Ort gezeigt.
Drei Stellen besetzt: Kfz-Mechaniker, Spengler und Bürokraft
Aus der Zusammenarbeit sind drei Einstellungen entstanden. Birner hat einen Kfz-Mechaniker, einen Spengler und eine Bürokraft eingestellt. Dafür hat eine kleine Auswahl gereicht, weil wir vor der Übergabe aussortiert haben, was fachlich oder vom Wohnort her nicht passte.
Für einen Großhändler mit 29 Standorten zählt dabei vor allem, dass sich der Ablauf wiederholen lässt. Dieselbe Methode funktioniert Standort für Standort, und die Leitung vor Ort bekommt vorqualifizierte Menschen mit Lebenslauf statt ungefilterter Stapel.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Jede Position einzeln ausschreiben
Eine Sammelanzeige spricht niemanden konkret an. Eine Anzeige je Stelle mit Ort, Team und Aufgabe bringt weniger, aber passendere Bewerbungen.
Im Umkreis des Standorts suchen
Ein kurzer Arbeitsweg ist für viele Fachkräfte ein Grund zu wechseln. Nennen Sie den Standort in der Anzeige und begrenzen Sie die Suche auf einen Umkreis, der im Alltag zumutbar ist.
Fachwissen am Telefon abklären
Fragen Sie im ersten Gespräch nach konkreter Erfahrung am Fahrzeug. So sprechen Ihre Führungskräfte nur mit Menschen, die fachlich in Frage kommen.
Quellen
- Birner: Unternehmenswebsite
- Birner: Karriere
- WKO Firmen A bis Z: Birner Gesellschaft m.b.H.
- WKO: Fachkräftemangel 2025, Arbeitskräfteradar (ibw)
- WKO: Mangelberufsliste 2026



