Die Berg Bauer Lebensmittel GmbH ist ein Lebensmittelgroßhändler in Wörgl in Tirol. In der Zusammenarbeit haben wir zwei Kampagnen für Lagermitarbeiter aufgesetzt und geschaltet. Eine Person wurde eingestellt. Die Story zeigt, wie es dazu kam.
Käse und Milchprodukte verzeihen im Lager keine Fehler
Berg Bauer wurde 1994 gegründet und sitzt in der Rupert-Hagleitner-Straße in Wörgl. Das Unternehmen ist Lebensmittelgroßhändler mit Schwerpunkt auf Milch- und Käsespezialitäten. Dazu kommen Wurst, Speck und Produkte für die Gastronomie.
Im Lager eines Lebensmittelgroßhändlers geht es um frische Ware, saubere Kommissionierung und pünktliche Auslieferung. Verlässliche Lagermitarbeiter werden im Tiroler Unterland von Handel, Logistik und Industrie zugleich gesucht. Entsprechend schwer ist es, sie mit einer Stellenanzeige zu erreichen.
56 Prozent der Betriebe verlieren Umsatz, weil Personal fehlt
Für den WKO Fachkräfte-Radar wurden über 2.100 Betriebe befragt. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Genauso viele, nämlich 56 Prozent, melden Umsatzeinbußen durch fehlendes Personal. Im Großhandel ist der Zusammenhang direkt: Was nicht kommissioniert wird, wird nicht geliefert.
Wie eng der Arbeitsmarkt ist, zeigt auch die bundesweite Mangelberufsliste 2026 mit 64 Berufen. Mangelberuf heißt, dass auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen.
Was wir für Berg Bauer umgesetzt haben
Wir haben für Berg Bauer zuerst eine Kampagne für Lagermitarbeiter aufgesetzt und geschaltet, danach eine zweite für dieselbe Position. Die erste lief bis Ende März 2026, die zweite bis Anfang Mai 2026. Ausgespielt haben wir die Stelle im Umkreis von Wörgl, weil bei einer Lagerstelle die Anfahrt mitentscheidet. Die Bewerbung war bewusst kurz gehalten: wenige Klicks, kein Anschreiben.
Die eigentliche Arbeit liegt in der Auswahl. Unser Team hat die Kandidaten angerufen und Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt. Den Lebenslauf haben wir vorab eingeholt und mit einer Gesprächsnotiz an Berg Bauer übergeben. So kamen beim Betrieb nur jene an, bei denen die Eckdaten passten.
- Zwei Kampagnen für Lagermitarbeiter haben wir nacheinander aufgesetzt und im Tiroler Unterland geschaltet.
- AdVentory hat die Stelle über mehr als 30 Kanäle ausgespielt und 850.000 Profile im DACH-Raum nach passendem Hintergrund durchsucht.
- Die Kurzbewerbung ohne Anschreiben hat dafür gesorgt, dass auch Menschen reagieren, die gerade in einer anderen Schicht stehen.
- Unser Team hat die Bewerber telefonisch vorqualifiziert und nur jene weitergegeben, bei denen Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung passten.
- AdVentory OS hat Berg Bauer alle Bewerbungen und den jeweiligen Stand an einem Ort gezeigt.
Ausgewählt und vorqualifiziert: der Lagermitarbeiter ist gefunden
Über beide Kampagnen kam jede Bewerbung mit Lebenslauf zu uns ins System. Berg Bauer hat daraus einen Lagermitarbeiter eingestellt. Die Stelle ist besetzt.
Die Zahl der Bewerbungen ist dabei weniger wichtig als die Vorarbeit. Berg Bauer musste nicht selbst mit jedem Bewerber telefonieren, das haben unsere Recruiter übernommen. Weitergegeben haben wir nur die wenigen Kandidaten, die nach dem Telefonat am besten passten. Im Betrieb blieb die Zeit für jene Gespräche, die sich lohnen. Wer im Lager gebraucht wird, soll dort arbeiten können und nicht am Telefon sitzen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Rückmeldungen sind erst der Anfang
Bei Lagerstellen kommen oft viele Rückmeldungen, aber nur ein Teil passt. Planen Sie die Vorauswahl von Anfang an mit ein, sonst bleibt die Arbeit an Ihrer Lagerleitung hängen.
Arbeitsbedingungen ehrlich nennen
Sagen Sie offen, wann die Schicht beginnt und was die Arbeit mit frischer Ware bedeutet. Wer das vorher weiß und trotzdem kommt, bleibt eher.
Nachlegen statt abwarten
Wenn eine erste Kampagne nicht zur Einstellung führt, lohnt sich ein zweiter Anlauf mit angepasster Ansprache. Eine Stelle monatelang offen zu lassen kostet in der Regel mehr.



