1896 beschlug die Familie Hafner in Schwadorf noch Pferde. Seit 1983 verkauft sie Autos. Heute führt die fünfte Generation das Haus mit Mitsubishi, Nissan und Škoda sowie Service für alle Marken, Pannenhilfe inklusive. In der Zusammenarbeit mit dem Autohaus Hafner haben wir eine Recruiting-Kampagne aufgesetzt und geschaltet. Jede Bewerbung kam dabei mit Lebenslauf in unser System.
Zwischen Wien und Flughafen ist jeder Mechaniker gefragt
Der Betrieb wurde als Werkstatt des Vertrauens 2026 ausgezeichnet. Autohäuser dieser Art brauchen Kfz-Techniker, die mehrere Marken beherrschen, dazu Serviceberater und Verkäufer. Tradition allein füllt allerdings keine Werkstatt.
Schwadorf liegt im Bezirk Bruck an der Leitha, wenige Minuten vom Flughafen Schwechat. Dort und in Wien locken große Arbeitgeber. Ein Familienbetrieb am Land erreicht die Leute im Ort oft besser, wenn er sie direkt anspricht. Viele von ihnen pendeln täglich an der eigenen Haustür vorbei in die Stadt.
Der Arbeitsmarkt im Überblick
Beim WKO Fachkräfte-Radar wurden über 2.100 Betriebe befragt. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Bei 56 Prozent führt das fehlende Personal zu Umsatzeinbußen. In einer Werkstatt sind das Termine, die erst in Wochen frei sind.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 nennt 64 Berufe. Aufgenommen wird ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. Neben den großen Arbeitgebern im Raum Wien braucht ein Familienbetrieb deshalb einen eigenen Weg zu den Fachkräften.
Was wir für das Autohaus Hafner gemacht haben
Wir haben mit der Familie überlegt, was das Haus von einem großen Arbeitgeber in Wien oder am Flughafen unterscheidet. Das Ergebnis: ein Arbeitsplatz im Ort, drei Marken und alle Fabrikate in der Werkstatt, und ein Betrieb, den die Familie selbst führt. Aus diesen Punkten ist die Kampagne entstanden.
Wir haben sie im Umkreis von Schwadorf geschaltet und dabei gezielt Pendler nach Wien angesprochen, die nicht auf Jobsuche waren. Unser Team hat die Bewerbungen im System erfasst und am Telefon vorbereitet. Markenerfahrung und Arbeitsweg waren damit bekannt, bevor die Familie jemanden eingeladen hat. Die Kampagne ist inzwischen abgeschlossen.
- Suche im Umkreis: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum im Umkreis von Schwadorf durchsucht.
- Pendler im Blick: Wir haben die Kampagne über mehr als 30 Kanäle ausgespielt.
- Kurzbewerbung: Interessierte haben sich ohne Anschreiben in wenigen Klicks gemeldet.
- Telefonat: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit geklärt und zu jeder Bewerbung eine Notiz geschrieben.
- AdVentory OS: Die Familie hat alle Bewerbungen und den jeweiligen Stand an einem Ort gesehen.
Die Passenden für das Autohaus Hafner
Jede Bewerbung über unsere Kampagne für das Autohaus Hafner kam mit Lebenslauf. Alle liegen geordnet in unserem System. Die Vorbereitung durch unser Team war entscheidend. Unsere Recruiter haben die Bewerber am Telefon vorqualifiziert und der Familie nur die wenigen vorgestellt, bei denen Erfahrung und Arbeitsweg gepasst haben. Die Familie Hafner hat keine Bewerbungen gelesen, sondern eine Handvoll Gespräche geführt.
Das zeigt auch, wie groß das Einzugsgebiet zwischen Wien und dem Flughafen tatsächlich ist. Ein Familienbetrieb in Schwadorf hat dort mehr mögliche Mitarbeiter, als er über Aushang und Mundpropaganda je erreichen würde. Die Botschaft vom Arbeitsplatz im Ort haben wir so angelegt, dass sie für Werkstatt, Service und Verkauf gleichermaßen gilt.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Die Geschichte nutzen, aber nicht allein
Fünf Generationen schaffen Vertrauen. Für eine Bewerbung braucht es zusätzlich handfeste Gründe wie Arbeitsweg, Marken und Arbeitszeiten.
Vorauswahl einplanen
Im Umland einer Großstadt kann eine Kampagne viele Rückmeldungen bringen. Klären Sie vorher, wer diese sichtet, sonst bleiben gute Leute liegen.
Den Heimvorteil ausspielen
Wer im Ort wohnt und in die Stadt pendelt, kennt Ihren Betrieb vom Vorbeifahren. Sprechen Sie genau diese Menschen an und nennen Sie die gesparte Fahrzeit.



