Das Autohaus Bidmon in Kobenz bei Knittelfeld ist seit 1963 Kfz-Werkstätte und Handel. Im Murtal gibt es gute Mechaniker, aber sie haben die Wahl. In der Zusammenarbeit haben wir für Bidmon eine Arbeitgeberkampagne aufgesetzt und geschaltet. Die Story zeigt, mit welchen Argumenten wir eine Werkstatt neben die Werkshallen der Region gestellt haben.
Werkstatt gegen Werkshalle
Das Murtal ist Industrieland. Wer hier eine Lehre als Techniker abschließt, hat viele Türen offen. Rund um Knittelfeld und Zeltweg zahlen Industriebetriebe mit Schichtzulagen.
Ein Autohaus braucht Kfz-Techniker, Karosseriefachleute, Serviceberater und Verkäufer. Es bietet Abwechslung, Kundenkontakt und geregelte Arbeitszeiten. Diese Argumente wirken aber nur, wenn sie bei den richtigen Leuten ankommen, und Stellenanzeigen lesen vor allem jene, die ohnehin wechseln wollen.
Die Industrie der Region sucht dieselben Hände
64 Berufe führt die bundesweite Mangelberufsliste 2026. Die Schwelle dafür ist klar festgelegt: weniger als 1,5 Arbeitsuchende je offener Stelle, die beim AMS gemeldet ist.
Wie sich das im Alltag auswirkt, zeigt das WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben. Über drei Viertel spüren den Mangel, 56 Prozent stark oder sehr stark, und ebenfalls 56 Prozent verlieren Umsatz, weil Personal fehlt. Im Murtal zeigt sich das besonders deutlich, weil eine Kfz-Werkstatt dort nicht nur mit anderen Werkstätten konkurriert, sondern mit den großen Arbeitgebern der Industrie.
Geregelte Zeiten statt Schichtrad: das haben wir für Bidmon gebaut
Gemeinsam mit dem Autohaus haben wir die Kampagne auf einen direkten Vergleich aufgebaut. Schichtzulagen kann eine Werkstatt nicht bieten. Sie bietet dafür Tagdienst, wechselnde Aufgaben am Fahrzeug und Kunden, die man kennt. Wir haben diese Punkte ohne Umschweife formuliert, weil Techniker in der Industrie genau diese Abwägung selbst anstellen. Wir haben in den Anzeigen auch das Gründungsjahr 1963 genutzt. Ein Betrieb, der seit Jahrzehnten am selben Ort arbeitet, steht in einer Region mit wechselnder Auftragslage in der Industrie für Beständigkeit. Dazu haben wir Verkauf und Karosserie eigens erwähnt, damit sich nicht nur Mechaniker angesprochen fühlen.
Ausgespielt haben wir über mehr als 30 Kanäle im Umkreis von Kobenz, an Menschen mit Kfz-Ausbildung und Werkstatterfahrung. Darunter sind viele, die nach der Lehre in die Industrie gegangen sind. Für das Telefonat hat unser Team die Frage vorbereitet, ob und warum jemand zurück in die Werkstatt will.
- Arbeitgeberkampagne: Wir haben den Vergleich Werkstatt und Werkshalle in Anzeigen übersetzt und geschaltet.
- AdVentory hat Menschen mit Kfz-Ausbildung im Umkreis von Kobenz angesprochen, auch jene in der Industrie.
- Kurzbewerbung: Wer Interesse hatte, konnte sich ohne Anschreiben in wenigen Klicks melden.
- Telefonische Vorqualifizierung mit den Themen Wechselgrund, Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung.
- AdVentory OS als Ort, an dem das Autohaus jede Rückmeldung nachvollziehen kann.
Die Arbeitgeberkampagne für das Autohaus Bidmon ist umgesetzt
Die Kampagne hat das Autohaus Bidmon im Murtal als Alternative zur Schichtarbeit gezeigt. Ein Betrieb, den in der Region jeder als Werkstatt kennt, ist damit auch als Arbeitgeber mit klaren Argumenten aufgetreten.
Für das Autohaus bedeutet das Klarheit vor dem ersten Termin. Der Wechselgrund ist als feste Frage in unserem Ablauf verankert. Die Botschaften bleiben gültig, solange die Industrie in der Region um dieselben Leute wirbt.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Den Vergleich selbst ziehen
Ihre Zielgruppe vergleicht ohnehin. Nennen Sie offen, was die Konkurrenz besser kann und was Sie dafür bieten. Das wirkt glaubwürdiger als Schweigen.
Rückkehrer ansprechen
Viele gelernte Mechaniker arbeiten heute in der Produktion. Sprechen Sie sie direkt an und sagen Sie, dass der Weg zurück offen ist.
Tradition mit Zukunft verbinden
Ein Gründungsjahr schafft Vertrauen. Ergänzen Sie es um einen Satz dazu, an welcher Technik heute gearbeitet wird.



