Austro Diesel ist Generalimporteur von Massey Ferguson und betreut von Schwechat aus elf Märkte. Mit uns gewinnt das Unternehmen in drei Ländern Neukunden für Traktoren und Landmaschinen, hat eine neue Website mit 81 Seiten bekommen und besetzt offene Stellen. Die Story zeigt, wie aus einem ersten Kontakt eine Anfrage wird, die beim richtigen Händler landet, und warum Vertrieb, Website und Recruiting in einem System mehr bringen als drei einzelne Projekte.
Ein Importeur verkauft über Händler, und genau dort gingen Anfragen verloren
Austro Diesel ist seit 1982 Generalimporteur von Massey Ferguson. Rund 60 Mitarbeitende in Schwechat betreuen elf Märkte in Zentral- und Osteuropa und mehr als 100 Vertriebs- und Servicepartner. Den Traktor kauft der Landwirt aber nicht in Schwechat, sondern beim Händler in seiner Region.
Für die Neukundengewinnung ist das die eigentliche Hürde. Ein Landwirt, der sich für ein Modell interessiert, muss schnell bei dem Partner ankommen, der für sein Gebiet zuständig ist. Bleibt die Anfrage in einem allgemeinen Postfach liegen, kauft er bei der Marke, deren Händler zuerst anruft. Dazu kam ein Webauftritt, der die Modelle nicht so zeigte, wie Käufer heute vergleichen, und ein Team, das selbst Verstärkung brauchte.
Der Traktormarkt schrumpft, jede Anfrage zählt doppelt
2025 wurden in Österreich laut Landwirt.com 3.326 Standardtraktoren neu zugelassen, um 10,7 Prozent weniger als im Jahr davor. In einem kleineren Markt gewinnt die Marke, die Kaufinteressenten früher erreicht und schneller zurückruft. Wer wartet, bis der Landwirt von selbst beim Händler steht, überlässt den ersten Kontakt dem Mitbewerb.
Gleichzeitig fehlen die Fachleute. Auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026 mit 64 Berufen stehen Landmaschinenbauer an erster Stelle. Ein Importeur konkurriert also mit Händlern und Industrie um dieselben Menschen, die er für Vertrieb, Produktmanagement und Service braucht.
Vom ersten Kontakt zum Händlerangebot in einem System
Die Neukundenkampagnen sprechen Landwirte dort an, wo sie abends ohnehin sind, und führen auf eigene Landingpages für einzelne Massey Ferguson Modelle. Wer sich dort meldet, hinterlässt in wenigen Schritten, was der Händler für ein Angebot braucht. Die Anfrage geht an den zuständigen Vertriebspartner, und im System ist für Austro Diesel jederzeit sichtbar, wo sie steht: an den Händler gesendet, Angebot gesendet, gekauft.
Damit sieht der Importeur zum ersten Mal lückenlos, was aus einer Anfrage wird. Die neue Website mit 81 Seiten trägt denselben Aufbau. Modelle, Händler und Service sind so gegliedert, dass ein Interessent in zwei Klicks beim passenden Ansprechpartner ist. Social Media hält die Marke zwischen zwei Kaufentscheidungen sichtbar, und die Karriereseite mit Bewerberfunnel in drei Schritten nutzt dieselbe Logik für offene Stellen.
- Neukundenkampagnen bringen Kaufinteressenten für Traktoren und Landmaschinen auf Landingpages je Modell.
- Händlerweiterleitung schickt jede Anfrage an den zuständigen Partner und zeigt den Stand bis zum Kauf.
- Neue Website mit 81 Seiten für Modelle, Händler und Service.
- Social Media hält Massey Ferguson bei Landwirten laufend präsent.
- Recruiting mit Karriereseite, Kurzbewerbung und telefonischer Vorqualifizierung.
- AdVentory OS bündelt Anfragen, Bewerbungen und nächste Schritte an einem Ort.
1.532 Anfragen in drei Ländern, 556 davon in den letzten 30 Tagen
Über 18 Kampagnen sind bisher 1.532 Kontakte im System eingegangen, der überwiegende Teil davon Kaufanfragen von Landwirten. Allein in den letzten 30 Tagen waren es 556. Die Kampagnen laufen in Österreich, in der Slowakei und in Ungarn, jeweils in der Landessprache und mit eigenem Ablauf für die Händler vor Ort.
433 Anfragen sind im System zugeordnet, 85 wurden an Händler gesendet, und die ersten Käufe sind als gekauft vermerkt. In der Slowakei sind 36 Angebote verschickt, mit über 100 weiteren Interessenten ist der Vertrieb in Kontakt. Entscheidend ist die Nachvollziehbarkeit: Austro Diesel weiß bei jeder Anfrage, welcher Händler sie hat und was daraus geworden ist.
Im Recruiting liefen Kampagnen für sieben verschiedene Positionen, vom Landmaschinentechniker über den Gebietsverkaufsleiter bis zum Anwenderbetreuer für das ERP. Drei Einstellungen sind dokumentiert, eine im Social Media Management, ein Landmaschinentechniker und ein Lagermitarbeiter, vier weitere Kandidaten stehen im Vorstellungsgespräch. Das Team spricht dabei nur mit Menschen, bei denen Erfahrung, Wohnort und Gehaltsvorstellung am Telefon bereits geklärt sind.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Die Anfrage bis zum Kauf verfolgen
Wer über Händler oder Außendienst verkauft, verliert Anfragen an der Übergabe. Legen Sie fest, wer jede Anfrage bekommt, und halten Sie den Stand sichtbar, bis ein Angebot draußen ist.
Je Produkt eine eigene Seite
Ein Interessent für ein bestimmtes Modell will dieses Modell sehen und keine allgemeine Kontaktseite. Eine Landingpage je Produkt bringt genauere Anfragen und erspart dem Vertrieb Rückfragen.
Vertrieb und Recruiting auf einem Fundament
Website, Kampagnen und Karriereseite sprechen dieselben Menschen in derselben Region an. Wer sie gemeinsam aufbaut, zahlt Reichweite und Technik nur einmal.



