Ascendor baut in Pürnstein in der Gemeinde Neufelden Lifte, die nachträglich in bestehende Häuser eingebaut werden. In der Zusammenarbeit haben wir eine Kampagne für Montage- und Servicemitarbeiter aufgesetzt und bis Mitte Juni 2026 geschaltet. Jede Bewerbung kam dabei mit Lebenslauf in unser System. Die Story zeigt, wie wir im Mühlviertel nach Leuten gesucht haben, die sonst täglich nach Linz pendeln.
Liftbau im Mühlviertel verlangt mehrere Berufe gleichzeitig
Ein Lift von Ascendor wird nachgerüstet, jede Anlage muss also zum Gebäude passen. Gefertigt wird in Pürnstein auf einer Ebene und mit dem Anspruch Made in Austria. Zum Programm gehören Kabinenlifte, Schachtlifte, Plattformtreppenlifte und Hebebühnen.
Dafür braucht ein Betrieb wie dieser Metalltechniker, Elektriker, Konstrukteure und Monteure, die beim Kunden sauber arbeiten. Im Bezirk Rohrbach ist die Zahl dieser Fachkräfte überschaubar, und viele von ihnen fahren jeden Tag nach Linz. Wer sie für einen Arbeitsplatz in der Nähe gewinnen will, muss sie zuerst einmal erreichen. Bei Montage und Service kommt die Reisebereitschaft dazu, denn eingebaut und gewartet wird beim Kunden.
Drei Viertel der Betriebe spüren, dass Fachkräfte fehlen
Für den WKO Fachkräfte-Radar wurden über 2.100 Betriebe befragt. Über drei Viertel spüren den Fachkräftemangel, 56 Prozent stark oder sehr stark. Ebenfalls 56 Prozent melden Umsatzeinbußen, weil Personal fehlt. Für einen Liftbauer heißt das konkret: Ein Auftrag, für den kein Monteur frei ist, wird später eingebaut.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Als Mangelberuf gilt ein Beruf, wenn auf eine beim AMS gemeldete offene Stelle weniger als 1,5 Arbeitsuchende kommen. In so einem Markt meldet sich auf ein Inserat kaum jemand von selbst. Die passenden Leute haben Arbeit, oft in Linz, und müssen einen Grund sehen, den Arbeitsweg zu verkürzen.
Was wir für Ascendor umgesetzt haben
Gemeinsam mit Ascendor haben wir die Stelle für Montage- und Servicemitarbeiter aufbereitet und als Kampagne geschaltet. Unsere Ansprache ging an Fachkräfte mit Hintergrund in Metall, Elektrik und Montage rund um Neufelden. Sie richtete sich ausdrücklich auch an Pendler, die keinen Job suchen, aber einen kürzeren Arbeitsweg schätzen würden. Die Kampagne lief bis 17. Juni 2026.
Wer sich über die Kurzbewerbung gemeldet hat, wurde von unserem Team angerufen. Am Telefon haben wir Eignung, Wohnort, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung geklärt, dazu die Bereitschaft, für Montagen unterwegs zu sein. Erst danach ging der Lebenslauf mit Gesprächsnotiz an Ascendor.
- AdVentureKI hat die Stelle vorab mit über 100 Datenpunkten geprüft und gerechnet, wie wahrscheinlich und wie schnell sie zu besetzen ist.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Metall, Elektrik und Montage gefiltert und die Stelle über mehr als 30 Kanäle ausgespielt.
- Kurzbewerbung: Interessierte haben sich in wenigen Klicks und ohne Anschreiben gemeldet.
- Telefonische Vorqualifizierung: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Reisebereitschaft und Gehaltsvorstellung vor der Übergabe besprochen.
- AdVentory OS hat für Ascendor alle Bewerbungen und die nächsten Schritte an einem Ort gebündelt.
Vorqualifizierte Kandidaten für Montage und Service
Bis zum Ende der Kampagne am 17. Juni 2026 kam jede Bewerbung für die Stelle in Montage und Service mit Lebenslauf zu uns. Ascendor hatte damit Kontakte auf dem Tisch, bei denen die wichtigsten Fragen schon beantwortet waren. Ob jemand für Montagen reisen will, stand vor dem ersten Termin fest.
Für die Fertigung in Pürnstein hieß das weniger Aufwand in der Auswahl. Die Verantwortlichen mussten keine Unterlagen sortieren, sondern konnten im Gespräch prüfen, ob jemand handwerklich und menschlich ins Team passt. Jede Bewerbung blieb in AdVentory OS mit Lebenslauf und Notiz nachvollziehbar.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Pendler als Zielgruppe ernst nehmen
In vielen ländlichen Bezirken arbeiten die gesuchten Fachkräfte in der nächsten Stadt. Sprechen Sie den kürzeren Arbeitsweg offen an, er ist oft das stärkste Argument, das Sie haben.
Reisebereitschaft früh klären
Bei Montage und Service entscheidet die Frage, wie oft jemand unterwegs ist. Nennen Sie den Umfang schon in der Anzeige und fragen Sie im ersten Telefonat nach.
Den Beruf breit beschreiben
Ein Liftmonteur kommt selten aus dem Liftbau. Schreiben Sie dazu, welche Ausbildungen passen, etwa Metall oder Elektrik, damit sich Quereinsteiger aus verwandten Berufen angesprochen fühlen.



