Bevor ein Getriebegehäuse gegossen wird, braucht es ein Modell. Genau das entsteht bei Asanger Modellbau in Traun. Dazu kommen Prototypen, Formen, Vorrichtungen und Werkzeuge für Faserverbundteile bis hin zur Raumfahrt. In der Zusammenarbeit haben wir für den Betrieb eine Recruiting-Kampagne aufgesetzt und geschaltet. Jede Bewerbung kam dabei mit Lebenslauf in unser System. Die Story zeigt, wie wir in einem sehr kleinen Arbeitsmarkt gesucht haben.
Ein Nischenberuf mit wenigen Ausgebildeten
Der Betrieb arbeitet seit 1998 mit hoher Fertigungstiefe im eigenen Haus: 5-Achs-Fräsen, Drehen, Gießen mit Polyharz, Laminieren. Ein großer Teil der Aufträge geht in den Export.
Modellbaubetriebe brauchen Modellbauer, Zerspanungstechniker und CNC-Fräser, die Freiformflächen lesen können. Diese Ausbildung machen nur wenige, in ganz Österreich gibt es für dieses Handwerk kaum ausgebildete Leute. Und wer die Ausbildung hat, arbeitet meist schon in einem Industriebetrieb im Raum Linz. Per Inserat findet man solche Fachkräfte nicht.
Kleiner Markt, große Nachfrage
Laut WKO Fachkräfte-Radar spüren mehr als drei Viertel der über 2.100 befragten Betriebe den Fachkräftemangel. 56 Prozent spüren ihn stark oder sehr stark, 56 Prozent haben deswegen Umsatzeinbußen. Im Raum Linz mit seiner dichten Industrie ist die Konkurrenz um Fachkräfte entsprechend hoch.
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 führt 64 Berufe. Grundlage ist eine einfache Kennzahl: weniger als 1,5 Arbeitsuchende pro offener Stelle, die beim AMS gemeldet ist. In einem Nischenhandwerk ist die Zahl der Menschen mit passender Ausbildung von vornherein gering.
So haben wir für Asanger Modellbau gesucht
Wir haben mit der Geschäftsführung geklärt, was den Betrieb für Fachleute interessant macht. Es sind die Werkstücke: Bei Asanger entstehen Einzelstücke und Kleinserien, vom Gießereimodell bis zum Werkzeug für die Raumfahrt, und fast alles wird im eigenen Haus gefertigt. Das haben wir in der Kampagne gezeigt, weil es einen Zerspaner aus der Serienfertigung am ehesten zum Wechseln bewegt.
Unser System hat nach Menschen mit Erfahrung in Modellbau, Formenbau und 5-Achs-Bearbeitung im Umkreis von Traun gesucht und sie angesprochen, auch wenn sie gerade nicht suchten. Unser Team hat mit den Bewerbern telefoniert und geklärt, wer das Handwerk kennt. Die Kampagne ist inzwischen abgeschlossen.
- Gezielte Suche: AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Modellbau, Formenbau und 5-Achs-Erfahrung im Umkreis von Traun durchsucht.
- Ansprache: Wir haben die Kampagne über mehr als 30 Kanäle gezeigt, auch Fachkräften in fester Anstellung.
- Kurzbewerbung: Der erste Schritt war ohne Anschreiben in wenigen Klicks getan.
- Telefonat vorab: Unser Team hat Eignung, Wohnort, Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit geklärt.
- AdVentory OS: Die Geschäftsführung hat jede Bewerbung mit Gesprächsnotiz an einem Ort gesehen.
Vorqualifizierte Kandidaten für ein Nischenhandwerk
Jede Bewerbung aus unserer Kampagne für Asanger Modellbau kam mit Lebenslauf. Alle liegen in unserem System, jede mit den Angaben aus dem Telefonat. Die Geschäftsführung musste keine Unterlagen nachfordern und keine Grundsatzfragen stellen.
In einem Beruf mit so wenigen Ausgebildeten ist jede passende Bewerbung das Ergebnis gezielter Ansprache und nicht von Reichweite. Wir haben die wenigen Fachleute dort gesucht, wo sie tatsächlich arbeiten, nämlich in den Industriebetrieben der Region.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Die Werkstücke zeigen
Fachleute erkennen an einem Bild, ob die Arbeit anspruchsvoll ist. Zeigen Sie ein Modell oder ein Werkzeug aus Ihrer Fertigung und sagen Sie dazu, wofür es gebraucht wird.
Einzelstück gegen Serie stellen
Wer jahrelang dieselben Teile fräst, sucht Abwechslung. Wenn bei Ihnen jedes Stück anders ist, sagen Sie das deutlich.
Fachwissen am Telefon prüfen
Zwei oder drei Fachfragen im ersten Gespräch genügen, um zu sehen, ob jemand das Handwerk kennt. Das spart Einladungen, die zu nichts führen.



