Ankerbrot betreibt über 100 Filialen und eine neue Backstube in Lichtenwörth. In der Zusammenarbeit haben wir Stellen an Maschinen und im Lager beworben, jede im Einzugsgebiet ihres Standorts, und die Bewerber telefonisch vorqualifiziert. Neun Stellen sind besetzt: vier Maschineneinsteller, vier Lagermitarbeiter und ein Automatenbestücker. Die Story zeigt, wie wir für ein großes Unternehmen kleinräumig gesucht haben.
Ein Traditionshaus mit neuer Backstube
Ankerbrot wurde 1891 in Wien gegründet und trug ab 1907 den Titel k.u.k. Hoflieferant. Heute arbeiten rund 1.100 Menschen aus über 44 Nationen für das Unternehmen, in über 100 Filialen in Wien, Niederösterreich, Salzburg und dem Burgenland. 2024 übersiedelte die Produktion nach mehr als 130 Jahren im 10. Wiener Gemeindebezirk an einen neuen Standort in Lichtenwörth, mit Photovoltaik und Wärmerückgewinnung. Dort können täglich bis zu 120 Tonnen Brot und Gebäck entstehen.
Personal wird damit an mehreren Orten gebraucht, und jede Lücke spürt man am nächsten Morgen. Eine Stellenanzeige für das ganze Unternehmen erreicht viele Menschen, aber selten jene, die in der Nähe des jeweiligen Standorts wohnen. Gesucht waren Leute an Maschinen und im Lager.
Dem Bäckergewerbe gehen die Lehrlinge aus
Laut Branchenstatistik der WKO sank die Zahl der aktiven Bäckereibetriebe in Österreich von 1.638 im Jahr 2011 auf 1.357 Ende 2024. Beim Nachwuchs ist der Rückgang noch deutlicher. Die Zahl der Lehrlinge fiel im selben Zeitraum von 1.622 auf 861, also fast auf die Hälfte. Die Branche beschäftigt insgesamt rund 20.800 Menschen.
Die Fachkräfteverordnung 2026 führt Bäcker in mehreren Bundesländern als regionalen Mangelberuf, darunter Salzburg, Konditoren auch in Niederösterreich. Laut WKO Fachkräfte-Radar 2026 sind 78 Prozent der österreichischen Unternehmen vom Fachkräftemangel betroffen. Dazu kommt ein Arbeitsrhythmus, der viele abschreckt: früher Dienstbeginn und Wochenenden.
Was wir für Ankerbrot umgesetzt haben
Wir haben nicht in einer großen Kampagne gedacht, sondern in kleinen Einzugsgebieten. Jede offene Stelle hat unser System rund um den Standort ausgespielt, an dem sie offen war, damit sie Menschen sehen, die in wenigen Minuten dort sind. Für die Produktion haben wir Menschen aus dem Raum Wiener Neustadt angesprochen. Die Botschaft haben wir aus dem gebaut, was Lichtenwörth besonders macht: ein Wiener Traditionshaus in einer neuen, energieeffizienten Backstube.
In den Telefonaten hat unser Team die Fragen gestellt, die im Alltag über Bleiben oder Gehen entscheiden. Passen Frühdienste und Wochenenden? Ist der Standort gut erreichbar? Gibt es Erfahrung an Maschinen oder im Lager? Weil bei Ankerbrot Menschen aus über 44 Nationen arbeiten, haben wir dieses Miteinander in der Ansprache bewusst gezeigt. Erst nach dem Gespräch ging ein Kandidat mit Lebenslauf an die Verantwortlichen weiter.
- AdVentory hat jede Stelle im Umkreis des jeweiligen Standorts über mehr als 30 Kanäle ausgespielt.
- Kurzbewerbung: Interessierte konnten sich in wenigen Klicks bewerben, ohne Anschreiben.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Frühdienst, Wochenenden, Anfahrt und Erfahrung an Maschinen oder im Lager geklärt.
- AdVentory OS hat der Zentrale alle offenen Stellen und den Stand jeder Besetzung an einem Ort gezeigt.
Neun Stellen besetzt: vier Maschineneinsteller, vier Lagermitarbeiter, ein Automatenbestücker
Ankerbrot hat in der Zusammenarbeit mit uns neun Stellen besetzt: vier Maschineneinsteller, vier Lagermitarbeiter und einen Automatenbestücker. Die Verantwortlichen haben nur mit Menschen gesprochen, die in der Nähe wohnen und deren Arbeitszeiten passen. Der Lebenslauf lag vorab im Portal.
Die Zentrale hat in AdVentory OS gesehen, welcher Bereich wen sucht und wie weit jede Besetzung ist, statt Informationen aus vielen Einzelgesprächen zusammenzutragen. Für ein Unternehmen dieser Größe passt ein fortlaufender Ablauf besser als einzelne Aktionen. Wir spielen Stellen dort aus, wo sie offen sind, und klären jede Bewerbung am Telefon. Engpässe zeigen sich so früher, weil offene Stellen und laufende Besetzungen an einem Ort sichtbar sind.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Pro Standort suchen, nicht pro Firma
Bei Stellen mit Frühdienst entscheidet der Arbeitsweg. Schalten Sie jede Stelle rund um den jeweiligen Standort und nennen Sie ihn in der Anzeige. Wer weit pendeln müsste, kommt zum Frühdienst selten auf Dauer zuverlässig.
Frühdienst und Wochenende gleich ansprechen
Wer früh anfängt, muss das vorher wissen und wollen. Klären Sie Dienstbeginn und Wochenenden im ersten Telefonat, dann bleiben im Gespräch nur Menschen, für die der Rhythmus passt.
Bewerber intern weiterreichen
Wer für die eine Stelle nicht passt, passt vielleicht für die nächste. Eine zentrale Übersicht über alle offenen Stellen verhindert, dass Ihnen gute Bewerber verloren gehen.



