AMMANN Austria projektiert von St. Martin im Mühlkreis aus Asphalt- und Betonmischanlagen. In der Zusammenarbeit mit AMMANN Austria haben wir drei Stellen besetzt: zwei Servicetechniker Baumaschinen und einen Logistik- und Lagerkoordinator. Die Story zeigt, warum der Kreis passender Techniker im Mühlviertel so klein ist, wie wir ihn erreicht haben und worauf Anlagenbauer bei solchen Suchen achten sollten.
Ein Anlagenbauer im Mühlviertel braucht Fachkräfte, die es kaum frei gibt
Die AMMANN Austria GmbH mit Sitz in Anzing, Gemeinde St. Martin im Mühlkreis, gehört zur Schweizer Ammann Gruppe. Laut Firmenbuch umfasst ihre Tätigkeit Verkauf, Engineering und Projektierung von Asphalt- und Betonmischanlagen samt Zusatzausrüstung und Ersatzteilen. Die Gruppe wurde 1869 gegründet und beschäftigte 2020 rund 3.000 Menschen.
Wer als Servicetechniker arbeitet, braucht Erfahrung in Werk und Baustelle und muss bereit sein, beim Kunden vor Ort zu arbeiten. Im ländlichen Mühlviertel ist der Pendelumkreis begrenzt. Die passenden Leute arbeiten meist bei Maschinen- und Anlagenbauern zwischen Linz und Rohrbach und schauen sich selten aktiv um. Eine Anzeige in der Regionalzeitung erreicht sie kaum.
Servicetechniker und Projekttechniker stehen bundesweit auf der Engpassliste
Die bundesweite Mangelberufsliste 2026 umfasst 64 Berufe. Darunter sind Servicetechniker, Projekttechniker, Vertriebstechniker, Techniker für Maschinenbau, Elektroinstallateure, Schlosser und Schweißer, also fast alle Profile rund um eine Mischanlage. In Oberösterreich sind zusätzlich Elektroberufe als regionale Mangelberufe gelistet.
Im WKO Fachkräfte-Radar mit über 2.100 befragten Betrieben spüren über drei Viertel einen Fachkräftemangel, in der Industrie sind es 58 Prozent. Österreichweit fehlen demnach rund 155.000 Fachkräfte. Ein Anlagenbauer im Mühlviertel konkurriert damit mit der gesamten Industrie im Linzer Zentralraum um dieselben Techniker, und viele dieser Betriebe bieten Arbeit ohne Reisen. Laut Fachkräfte-Radar sehen 48 Prozent der Betriebe durch fehlende Fachkräfte ihre Innovationskraft eingeschränkt.
Was wir für AMMANN Austria umgesetzt haben
Wir haben für vier Positionen je eine eigene Kampagne aufgesetzt und geschaltet: CAD-Techniker, Servicetechniker und Monteur im Bereich Anlagenbau, Feuerungstechniker und Monteur im Außendienst sowie Logistik- und Lagerkoordinator. Angesprochen haben wir Techniker mit Erfahrung auf Baustellen oder in Werken und Fachkräfte für Logistik und Lager, im Pendelumkreis des Mühlviertels und im Großraum Linz. Erreicht haben wir sie über mehr als 30 Kanäle und über die direkte Ansprache passender Profile aus AdVentory.
In der Botschaft haben wir zwei Dinge verbunden, die kaum ein Arbeitgeber in der Region zugleich bieten kann: einen Arbeitsplatz im Mühlviertel und eine Gruppe mit Wurzeln bis 1869, deren Anlagen im Straßenbau sichtbar sind. Die Reisetätigkeit haben wir offen beschrieben. Im Telefonat hat unser Team mit jedem Kandidaten geklärt, wie viel Reisen passt und welche Erfahrung er mitbringt. Die Kampagnen liefen bis Ende April 2026.
- Vier Kampagnen haben wir getrennt nach Position aufgesetzt, vom CAD-Techniker bis zum Logistik- und Lagerkoordinator.
- AdVentory hat 850.000 Profile im DACH-Raum nach Servicetechnikern durchsucht, die gerade nicht aktiv suchten.
- Telefonische Vorqualifizierung durch unser Team hat Reisebereitschaft, Erfahrung, Wohnort und Gehaltsvorstellung vor jedem Termin geprüft.
- AdVentory OS hat AMMANN Austria jede Bewerbung mit Lebenslauf und den Stand jeder Besetzung auf einen Blick gezeigt.
Drei Stellen besetzt: zwei Servicetechniker Baumaschinen und ein Logistik- und Lagerkoordinator
Drei Einstellungen sind das Ergebnis. AMMANN Austria hat zwei Servicetechniker Baumaschinen und einen Logistik- und Lagerkoordinator eingestellt. Das Team in St. Martin hat dabei nur Gespräche mit Kandidaten geführt, mit denen wir Aufgaben, Reisetätigkeit und Rahmenbedingungen schon am Telefon besprochen hatten. Absagen nach dem zweiten Gespräch wegen der Montagewochen wurden so seltener.
Die Projekte liefen währenddessen weiter, das Recruiting lief daneben und war im Portal sichtbar. Wer damals noch nicht wechseln wollte, aber fachlich passte, bleibt für die nächste Stelle im Blick. Im Anlagenbau, wo sich Profile über Jahre wiederholen, spart uns und dem Kunden das beim nächsten Mal Wochen.
Was andere Betriebe daraus lernen können
Reisetage in Zahlen nennen
Schreiben Sie, wie viele Tage oder Wochen im Jahr jemand ungefähr bei Kunden ist. Eine konkrete Zahl filtert besser als das Wort Reisebereitschaft und verhindert Absagen nach dem ersten Montageeinsatz.
Nach konkreten Einsätzen fragen
Lassen Sie sich im ersten Gespräch einen konkreten Serviceeinsatz schildern. Daran erkennen Sie echte Erfahrung schneller als an Zeugnissen.
Den Pendelumkreis ehrlich rechnen
Suchen Sie dort, wo jemand in vertretbarer Zeit zum Werk kommt, und bewerben Sie Heimatnähe aktiv. Für viele Techniker im ländlichen Raum ist das ein Grund zu wechseln.



